Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunziertem Benzinfahrer Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat!
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Donnerstag, 2. März 2017

vom Gefreiten Ludwig, zum Panzeroffizier - Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig


vom Gefreiten Ludwig, zum Panzeroffizier 
in Memoriam
- Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig -

Eine ganze Generation kommt zum Regiment - und bleibt sich bis zum Tode treu... Sie finden sich in der Panzerkameradschaft Nürnberg und Bamberg wieder.1942 noch ein Name unter vielen, später herausragenden Persönlichkeiten, die sich in den Verleihungslisten wiederfinden.

Das Paket kommt wie versprochen...

Viel, viel Arbeit steckt in diesen Heften und ist noch zu leisten mit 
Übersetzung und Transkription aus der Sütterlinschrift... 
Jede Seite landet im Scanner und wartet auf den fleissigen Mitarbeiter.

Leutnant Karl-Heinz Ludwig
"Ist das nicht ein fescher Leutnant?"
Handschrift, Bildrückseite



Wir hätten noch so viele Fragen gehabt... Es waren die "Weisen alten Männer" 
die  frühzeitig und jetzt für immer verstummt sind vor dem schrecklichen Hintergrund der Geschichte...Es war so wenig, was ich direkt aus seinem Munde erfuhr. 
Die Parade Ostern 1945 auf dem Markusplatz (italienisch Piazza San Marco) in Venedig- die letzten sechzehn Panzer IV vom Italienischen General, mit denen er die Strasse nach Triest befuhr, um Truppenstärke vorzutäuschen, Er als verbranntes Bündel Mensch neben seinem zerschossenem Panzer und ein Soldat, der ihn mit dem Stiefel berührte und merkte, dass der verbrannte Mensch noch lebte... Die Operation durch den Leibarzt der Queen. Die Merkwürdigkeit, dass sowohl sein Vater im ersten Weltkrieg und auch er jeweils ein Bein verloren!  
(Portrait angefordert)
Ich hatt einen Kameraden...(Weihnachtsausgabe 1944 Pz. Abt.129)
Leutnants Ludwig Nachrede auf den hochgeachteten Lt. Walter Weik, vom dem immer noch in Kameradenkreisen gesprochen wurde, dessen Familie und den Zwillingssöhnen, Damit schließt sich gleichzeitig wieder und gänzlich unerwartet ein Kreis um den legendären Feldwebel Walter Weik zu dessen Erwähnung bis jetzt die Initialzündung fehlte. In den 3 Büchern der Regimentsgeschichte und in anderen Schriften wurde er mehrfach erwähnt und abgebildet.

Die Worte vom damaligen Lt. Ludwig zum Geleit des Gefallenen 
sollen auch ihm selbst jetzt gelten:
Ich hatt´ einen Kameraden...

Es war im Herbst 1940 in Frankreich kurz nach dem Westfeldzug, als ich Dir das erste Mal begegnete. Ich kam als junger Rekrut in die kampferprobte Kompanie. Du als Ausbilder und Oberfeldwebel, damals schon mit dem EK I ausgezeichnet, warst für uns junge das Ideal des Panzerkommandanten.
Im Polen Feldzug bei der Vorausabteilung des Panzerregiment 35 warst Du bereits am 8. September 1939 mit einem leichten Zug nach Warschau hinein vorgestoßen und hattest Dir das EK II verdient. Im Westfeldzug hatte Dir Deine umsichtige, ruhige und überlegene Führung beim Durchbruch durch die Weygand Linie das EK I eingetragen. 
Deine unerschütterliche Ruhe, Dein goldener Schwabenhumor und Deine umfassenden Panzerkenntnisse ließen sofort ein festes Vertrauen zu Dir entstehen, so dass wir bald alle nur den einen Wunsch hatten, mit Dir in den Einsatz zu gehen. 
Am 22.6.1941 war es dann soweit. Unsere Panzer (2. Kp.) rollten über den Bug in die unendliche Weite des russischen Raumes hinein.Wieder führtest du den leichten Zug und immer, wenn Du mit deinen schnellen Panzern II an unseren schweren Panzer III vorbei nach vorne fuhrst, galt jeder Besatzung ein aufmunternder Zuruf, so dass wir beruhigt weiter fuhren. Und dann beim Angriff auf die Stalin Linie! Die Kompanie greift im Breitkeil an. Du mit Deinem leichten Zug noch als Aufklärung vorneweg. Plötzlich aus der linken Flanke starkes Pak Feuer. Ohne Befehl greifst Du, ohne zu zögern, mit Deinen fünf Panzern II die Pak Front an. Vier Deiner Panzer gehen in Flammen auf, auch Dein Panzer erhält mehrere Treffer. Aber die Pak Front ist zerschlagen. Die "großen Brüder", die Panzer III können mit ihrer geballten Kraft die Stalin Linie durchbrechen. 

Dann traf ich Dich 1942 wieder bei der Neuaufstellung unserer Abteilung. (Pz. Abt.129) Ich war nun junger Leutnant und Du, ein alter erfahrener Stabsfeldwebel. Es war wirklich eine väterliche Freundschaft, die uns beide verband. Auf Sizilien zogen wir beide als Zugführer in den Kampf. 



Ich sehe Dich heute noch vor mir, wie Du gleich in den ersten Tagen zurück kamst von Vorne (HKL) Du hattest Deinen Panzer sprengen müssen. Lange vorher hattest Du Deine Besatzung weggeschickt und erst als Letzter, als es keine andere Möglichkeit mehr gab, hast Du nach der völligen Vernichtung Dein Sturmgeschütz verlassen. Und nun standen Dir die Tränen der Wut in den Augen, dass Du Deinen Panzer nicht mehr zurückbekommen konntest. Dann wurdest Du Oberfähnrich, solltest Offizier werden. Mit manchem Rat konnte ich Dir nun zur Seite stehen. 

Und nachdem die 4. Kompanie nach Deutschland kam, blieben wir beide mit unseren Besatzungen bei der Abteilung. Dann wurdest Du Leutnant. Keiner war mehr erfreut als ich. Wieder tatest Du in Cassino* und Nettuno* mit unerschütterliche Ruhe mehr als deine Pflicht. 

Du warst jeweils der ruhende Pol. Und Deine Ruhe strahlte auch auf Deine Umgebung aus. 

Ich hielt Dich fast für kugelsicher. Und als Dein Bunker durch einen Volltreffer einstürzte und alle unter sich begrub, nur Du kannst heil heraus, da glaubte ich es fest. 

Als erster Mann unserer stolzen Panzerabteilung 129 bekamst Du das Deutsche Kreuz in Gold. 

Ich freute mich mit Dir. Du freilich in Deiner Bescheidenheit hast es mir damals gar nicht ins Lazarett zu schreiben getraut. 

Lediglich von Deinen beiden reizenden Kindern, dem kleinen Pärchen, (Jungs-Zwillinge) hast du mir erzählt. Wie glücklich warst Du als stolzer Vater. 

Dann kam der Rückzug von Rom. 

Wieder standest Du im Brennpunkt der Kämpfe. Im Kampf gegen eine Übermacht von Feindpanzern wurdest Du abgeschossen und schwer verwundet. 

Deine letzten Worte, an die Infanteristen die Dich zurück tragen wollten waren: 
„lasst mich, es ist ja doch umsonst !"

seitdem wissen wir nichts mehr von Dir. Ich konnte es kaum glauben, als ich erfuhr, und heute noch fasse ich es nicht, dass Du nicht mehr unter uns weilst. 

Aber wo Du auch weilst, lieber Walter, ob Du nach Walhall gleich den anderen Gefallenen eingezogen bist oder nicht, heute gilt Dir unser Gruß. 

Und in Dir grüßen wir auch alle anderen Gefallenen und Vermissten unserer stolzen Abteilung.

Sie haben gekämpft und gelitten...

*Cassino, Nettuno - schwere Kämpfe der Pz.Abt.129 an diesen Orten

Nürnberg, 5. März 2017
Lieber Karl-Heinz! 
Deine Familie hat mir Deine Tagebücher zur digitalen Speicherung überlassen. Es wird eine Mammut Arbeit, Deine Schrift zu entziffern, zu transkribieren, soweit überhaupt möglich.  Über den Sinn, die Verantwortung in Deinen Erinnerungen zu kramen, ließe sich lange debattieren. Ich werde deshalb sehr abwägen, was Sinn macht und was wirklich für die Nachwelt wichtig ist. Viele Deiner Aufzeichnungen sind deckungsgleich mit den Erzählungen, mit den Aufzeichnungen Deiner Kameraden. Viele von Ihnen stehen förmlich auf aus der Erinnerung und finden sich oft wieder in diesem Blog über dieses Regiment. So viele sind gefallen, deren Namen noch heute geläufig sind. Ihrer wurde gedacht und sie werden im Rahmen dieser Arbeit in Erinnerung gehalten. Ein sehr bewegendes Ereignis dürfen wir jedoch der Nachwelt nicht vorenthalten!  Ich messe persönlich diesem Ereignis große Bedeutung bei, denn es zeigt dass dies der "erste Tote" der noch jungen Soldaten war und Teil der gesamten Ausbildung war. Wenn Heinz Goller als lang gedienter und kampferprobter Feldwebel und Panzerkommandant im Regiment. Überlebender unzähliger Kämpfe, nach den unzähligen Kriegserlebnissen und den ganzen Jahren des Fronteinsatzes, ausgerechnet dieses Ereignis bis zu seinem eigenen Ende immer wieder im Gespräch mit Fritz Schneider erwähnt, dann sollte uns dies zu denken geben! Heinz Goller und Fritz Schneider hatten noch viele Tote gesehen, Hunderte, wenn nicht Tausende... Und dieser junge, heimwehkranke Bursche, der aus Sehnsucht desertierte, scheint sich unauslöschlich in das Bewusstsein eingegraben zu haben! Bis zum Lebensende war es dieses Ereignis. das sie Beide auch mir erzählten und das ich jetzt eigenhändig dokumentiert sehe, das sie nie mehr verließ. Es ist einer dieser "Marker" welche uns aufzeigen, wie die Psyche der Menschen instrumentalisiert wurde.. Zumindest für dieses Ereignis hat sich bereits die ganze Arbeit gelohnt und wenn wir dem armen jungen Soldaten vom 16.10.1940 hiermit ein kleines Denkmal setzen können und seiner gedenken, dann ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit hiermit getan.


Geschrieben steht: "Am heutigen Vormittag wurde der Fahnenflüchtige der 4. Kompanie hier am mittleren M.G.Stand erschossen."












Heinz Ludwig wurde wie viele Nürnberger und mit seinen oben genannten Kameraden zur Infanterie Grundausbildung nach Coburg eingezogen. Einige der Genannten kamen mit ihm zu Panzer 35. S. Breu fiel in Stary Bychow. Infanterie-Ersatz-Bataillon 319 Coburg



Ohne die freundliche Hilfe der Familie Götz von Rochow, Oliver Lörscher und Lutz Auerswald, wäre dieser Post nicht möglich gewesen. Ich sage herzlichen Dank!

Samstag, 27. August 2016

PiKra - "Pionier Krause" der intime Teil seines Lebens...

Danke Joachim! Ich sass einen ganzen Tag im Garten und habe gelesen, gelesen, gelesen
- dann gar nicht so gut geschlafen! Immer wieder gegrübelt und Personen gegenüber
gestellt. Es steht so viel dramatisches zwischen den Zeilen! Wie so oft!
Ich habe die Schatten der Vergangenheit gleich mitfotografiert...
PiKra ist der einzige Protagonist des Regimentes, über den wir so viel Intimes aus seinem Privatleben erfahren. Ohne Joachim Krause und seinem Mut wäre das niemals möglich gewesen. Mir selbst wurden solche Einblicke niemals gewährt. Selbst im engsten Familienkreis wurden alle wichtigen Unterlagen und sehr privaten Aufzeichnungen noch als letzte Arbeit eines Todgeweihten vernichtet. Es zeigt den Grad der Verschwiegenheit , auch den engsten Familienmitgliedern gegenüber an. Zu solchen herausragenden schriftstellerischen Leistungen wären die meisten meiner Familienmitglieder auch nicht intellektuell in der Lage gewesen. Familie Krause bewegte sich auf einem anderen "Level", einem anderen Bildungsniveau.
Ein Brief, nämlich der von Walter Angst vom 29.12.1933 aus Zürich hat mich gefesselt und mich sehr nachdenklich gemacht. Glasklar, ohne Verbrämung, ohne pathetische Sülze! Es gab sie, die Menschen mit dem scharfen Blick für die Realitität. Vergeblich suchte ich nach weiteren Briefen von diesem Mann. Mit einigen Sätzen entlarvte er alles Scheinheilige und damit den ganzen Nationalsozialismus.
Persönlich bin ich der Überzeugung, dass alle Briefe mit der Massgabe geschrieben sind, so scheinen zu wollen, wie es einem Idealbild der Zeit entsprach. Alles wurde idealisiert und verbrämt, einer gigantischen Wagneroper gleich.
So zu sein, so zu denken, so zu sprechen wie ich es mit meinem Vater tat, wie ich mit verschiedenen Veteranen sprach, wäre undenkbar, ordinär und unvorstellbar gewesen.

Man schwebte gemeinsam auf einem tödlichen Olymp, als Abkömmling der Olympier in allerhöchsten Sphären, in einer Sprache, die eines Thomas Mann würdig gewesen wäre. Welche Abgründe tun sich in meiner Erinnerung mit Zeitgenossen auf, die auf unterster Ebene, in untersten Dienstgraden um ihr Leben, ihre Zukunft und ihr Überleben kämpften.

Einen wirklichen Zugang zu dieser hochintellektuellen Welt hatte ich nie und fand ich nie. Diese Welt wollte mich nicht und ich wiederum auch nicht sie. Mir erzählten die Soldaten andere, intimste Dinge, die ihnen alltäglich waren. Sex, Puffs in Frankreich, Alkoholgelage, Tripper , vollgeschissne Hosen, Blut, Gestank und verweste Körper... Neid, Missgunst, Verrat, Überleben, Karriere, und über allem: Die Götter, die Ehre, der Gehorsam, die Disziplin, die Offiziere! Der Geist und das Rückrat dieser Zeit.

Zur besseren Erklärung möchte ich meinen Vater zitieren, der im Stadtteil Maxfeld in Nürnberg aufwuchs. Er spielte manchmal in einer Seitenstrasse am Stadtpark, wo auch Familie Urschlechter wohnte. Wenn Andreas (der spätere Oberbürgermeister) mit ihnen spielte, dauerte es nicht lange und am Fenster erschien seine Mutter, immer hochgeschlossenes Kleid und rief zu ihrem Sohn hinunter: "Andreas! spiele nicht mit den Gassenjungen! Komm herauf!"

Die "Gassenjungen" das waren die anderen! Sie gingen nicht auf Oberschulen, Gymnasien, etc. Sie gingen mit vierzehn Jahren in die Lehre und blieben Arbeiter. Sie waren das Proletariat, wohnten in Hinterhöfen mit Plumpsklo, machten abends Heimarbeit und waren meist kinderreich. Gelang ihnen der Aufstieg in den Offiziersrang, so äfften sie umso eifriger die Lebensgewohnheiten der oberen Gesellschaftsschicht nach und meinten noch konsequenter, noch härter sein zu müssen, um dem neuen Anspruch gerecht zu werden.

Dieses Buch schließt eine wichtige Lücke für all diejenigen, welche immer noch ratlos und vollkommen irritiert ihren hochdekorierten Offiziersvätern, Großvätern hinterher starren und niemals eine Antwort fanden, wieso, weshalb, warum?

PiKra macht es vor. Er zeigt wie man als guter Christ auch massenhaftes Töten akzeptieren kann, ohne Schuldzuweisung, im festen Glauben, der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen. Zwischen diesen Welten liegt die Wahrheit, das Schicksal der Menschen, ihre Schuld, ihr Unvermögen, ihr totales Versagen, eine friedliche Welt zu gestalten...

Sonntag, 28.8. - Mit Joachim Krause telefoniert, mit ging es auch um den beeindruckenden Brief von Walter Angst. Es ist mir ein Anliegen, mehr von diesem Mann zu erfahren.

Joachim Krause
Hauptstr. 46, 08393 Schönberg
Tel. 03764-3140, Fax 03764-796761
www.krause-schoenberg.de
krause.schoenberg@t-online.de

Mein neues Buch
„Fremde Eltern - Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933-1945“
(ISBN: 978-3-86729-177-4; 408 Seiten, Festumschlag, Ladenpreis 24,80 Euro)

Kann jetzt online bestellt werden:
A) beim Sax-Verlag: https://www.sax-verlag.de/shop/saxverlag/apply/viewdetail/id/429/
B) über AMAZON: https://www.amazon.de/Fremde-Eltern-Zeitgeschichte-Tageb%C3%BCchern-Briefen/dp/3867291772/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1469017414&sr=1-1&keywords=krause+fremde+eltern

Einen Text zur Einführung und Leseproben finden Sie HIER:
http://www.krause-schoenberg.de/sachinfos_MeineFremdenEltern.html

Dienstag, 19. April 2016

Frage 1 - Die letzten Fragen an unsere Offiziere...

Nachdem nur noch zwei Offiziere des Regiments mit Mailkontakt erreichbar sind, starte ich den Versuch, mit beiden Offizieren die letzten Originalberichte des Panzerregiment35 vor dem Vergessen zu bewahren und für die nachfolgenden Generationen zu konservieren.

19.4.2016 Ich stelle lediglich einmal eine Frage, ansonsten halte ich mich sehr zurück und überlasse es Ihnen, den Schriftwechsel, wie ein Tagebuch zu führen.
Es wird das erste und einzige Mal sein, dass sich zwei Offiziere nochmals schreiben und austauschen. Es kann kein zweites Mal geben, es wird einmalig bleiben.

19.4.2016 Sie beide kamen, wenn ich mich erinnere 1943 zum Regiment.
Zu verschiedenen Kompanien, die auch verstreut lagen.
Das ist egal. Der Kommandeur war zu dieser Zeit Major von Cossel und die betreffenden Offiziersstellungen haben wir in unserem Archiv.
Unser Hans Müller war als Kompanieführer und späterer Kompaniechef auch noch am Leben.
Ich würde vorschlagen, dass wir im Frühjahr 1943 beginnen, als das Regiment in Llgoff lag.
Die Stabskompanie noch in Karatscheff. - Jedenfalls beginnt unser Dialog im Raum Briansk - Orel...

Wie kamen Sie zum Panzerregiment 35?
19.4.2016 Olt. Werner Baeck
Quasi durch die Hintertür, nämlich über das Panzer-Artillerie-Regiment 103 der Division, und auch das nur, weil meine vorherige Einheit, der Panzer-Verband 700, aufgelöst wurde – eine Geschichte für sich...
Bei dieser Artillerie-Einheit wurde ich nur geparkt, weil das Panzerregiment 35 wohl gerade keinen Platz frei hatte. So bekam ich erste Begriffe der Artillerie beigebracht wie indirektes Richtverfahren, die Winkelbezeichnung für Geschützrohre, bei der die Waagerechte als “Libelle 300” bezeichnet wurde (zugleich Tarnbezeichnung für sich zur Ruhe begeben, sich waagerecht hinlegen). Warum waagerecht nicht bei 0 ist wie 0 ° Celsius anfing? Ist doch klar: Von einem hohen Standpunkt aus muss man ja auch nach unten richten können! Dabei hatte diese Kompanie gar keine Geschütze, sondern “Stuka zu Fuß”, 28 bis 32 cm dicke Bomben mit Raketenantrieb. Die befanden sich in einem Transportgestell, aus dem heraus sie auch abgefeuert wurden; daran war eine einfache Möglichkeit zum Einstellen eines bestimmten Höhenwinkels, für die Reichweite bis zum Ziel. Man zündete immer gleich 4 Stück nacheinander, und der zeitliche Abstand war so programmiert, dass beim Einschlag der ersten sich ja eine starke Druckwelle bildet, und wenn die wieder in sich zusammenfällt, erfolgt der zweite Einschlag mit wieder hoch gehender Druckwelle usw. So schaukelte sich der Druck bis Nummer vier so stark auf, dass keine Lunge das aushielt im Umkreis von x Metern. Einen praktischen scharfen Einsatz habe ich allerdings nicht miterlebt, doch es war eine Wissensbereicherung über das hinaus, was die Panzertruppe ohnehin schon für uns mit sich brachte.


Ende der Antwort auf Frage Nr. 1 - Mit besten Grüßen von Werner Baeck
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20.4.2016 Lt. Heinrich Schnappauf

Heinrich Schnappauf:
Beantwortung Frage 1 an Herrn Zeis und Herrn Baeck zur Kenntnisnahme
Ich habe mich nach meinem Kriegsabitur im April 1942 als fast 17-jähriger freiwillig zur Wehrmacht gemeldet. Als Freiwilliger hatte ich die Möglichkeit mir die Waffengattung selbst auszusuchen und den Arbeitsdienst nicht ableisten zu müssen. Ein Grund für meinen Entschluss zur Panzerwaffe zu gehen, war ein älterer Cousin, der 1937 zur Ableistung des Wehrdienstes in ein neu aufgestelltes Panzerregiment in Thüringen eingezogen worden war. Ich bin ihm als 13-jähriger 1938 während seines Urlaubs in seiner schwarzen Uniform mit Barett begegnet und war davon und seinen Erzählungen über die Ausbildung sehr beeindruckt.
Als ich meinem Vater 1942 , der den 1. Weltkrieg 1914-1918 als Unteroffizier in einem Bayrischen Infanterieregiment an der Westfront kämpfte, mitteilte, dass ich zu den " Panzern " gehen wolle, hat er mir aus seinen soldatischen Erfahrungen geraten, zur bespannten, schweren Artillerie zu gehen, da diese nicht so nahe an der Frontlinie war. Nach meiner Musterung bin ich am 1. Juni 1942 zum Panzerersatzregiment 35 in Bamberg einberufen worden. Nach der 6-wöchigen Grundausbilung wurde ich zur speziellen Ausbildung als Lade- und Richtschütze ausersehen. Die übrigen Leute
wurden zu Fahrern, Funkern und Werkstattspezialisten ausgebildet.
Mein Kompaniechef war Oberleutnant Natterer.
Als Ausbilder hatte ich Oberfeldwebel Busse, Feldwebel Weber und die Unteroffiziere Heller und Philip ( ein schikanöser Schleifer ).

Heinrich Schnappauf 20.04.2016
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19.4.2016
Noch während ich die ersten mails an die beiden Herren schrieb, erinnerte ich mich daran, dass Herr Schnappauf  sich während unseres Gespräches des Dr. Klaus Schiller erinnerte, der obwohl einarmig, Panzervernichter in Danzig war. Es existiert ein Fragebogen, den ein scheinbar befreundeter Abiturient ( Louis-Andrè Roulet) 2002 mit sehr interessanten Fragen von Dr. Klaus Schiller ausfüllen ließ. Da lag es am nächsten, den sehr bekannten und geschätzten, doch leider bereits verstorbenen Dr. Klaus Schiller mit den gleichen Fragen in die Runde mit einzubeziehen und der ganzen Runde eine interessante Fasson zu geben.
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19.4.2016 Lt. Heinrich Schnappauf
Lieber Herr Zeis,
ich finde Ihre Idee, dass Herr Baeck und ich uns zu Ereignissen unserer Panzerabteilung, die von Ihnen benannt werden, aus unserer damaligen Sicht etwas beitragen sollen, sehr gut geeignet ist, die Geschichte unserer Abteilung durch Aussagen von Zeitzeugen zu ergänzen. Herr Baeck kann wegen seiner längeren Zugehörigkeit zu unserer Einheit und die viel längere Zeit als Offizier sicher bedeutendere Aussagen als ich machen. Hoffentlich bleibt Herrn Baeck und mir noch die Zeit und unsere Erinnerngsfähigkeit zu diesem Vorhaben - Heinrich Schnappauf


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Ich beginne den ganzen Schriftwechsel mit der ersten Frage des Fragebogens an Dr. med. (Neuropsychiatrie) Klaus Schiller, 37081 Göttingen geb. Datum 2.3.1922

Frage 1 Sie sind einberufen worden? Wann und Wo?

24.6.2002 Dr. Klaus Schiller 
Abitur 1939 (humanist. Gymnasium) 1939 zum RAD (Reichsarbeitsdienst) in Grimma/Sachsen, von dort zur Brückenbewachung im Polenfeldzug eingesetzt; Lazarettaufenthalt ("Icterus catarrhalis"), November 1939 in die Heimat entlassen, Beginn des Medizinstudiums (4 Trimester) mit ärztlicher Vorprüfung März 1941




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19.4.2016 Olt. Werner Baeck

Guten Tag lieber Herr Zeis, Guten Tag lieber Herr Schnappauf, 
diese Idee ist gut, weil sie das Ziel bzw. den Sinn der Dokumentation in einer übersichtlichen Weise erfüllen kann. Dabei ist die Korrespondenz zwischen den beiden “Letzten” zwar ein interessanter Ansatz, bei den verschiedenen Kompanien, Abteilungen und damit Erlebnis-Bereichen aber wohl weniger füllend als Ihre 2. Idee, Fragen an uns Beide zu stellen. Die Antworten werden stark voneinander abweichen oder sich sehr ähnlich sein, und ich denke, das wird für die Leserschaft der interessantere Weg. Bitte schütten Sie uns aber nicht zu, sondern lassen Sie uns etwas Zeit zum Beantworten der Fragen; mit zunehmendem Alter lässt das Produktivitätstempo etwas nach, bei mir jedenfalls...Werner Baeck  - Das war mal die erste Antwort auf Ihre Idee...





Sonntag, 17. April 2016

Härte 10 - Die letzten Soldaten des Panzerregiment35


Die letzten Soldaten des 


Unser "Edi" Eduard Achatz ist einen Monat vor seinem 97. Geburtstag am 19. Mai 2016 verstorben. Er ist der letzte Veteran aus der Gruppe von Soldaten, welche mit H.D.v. Cossel über die Brücke in Stary Bychow (Edi als Fahrer von Lt. König (King) gefahren sind. Regimentskamerad Werner Baeck fand wunderbare Worte und die will ich hier wiedergeben: 
Liebe Familie Achatz, 
die Zahl der Veteranen schmilzt, und es ist immer ein herber Verlust für die Angehörigen, Abschied zu nehmen von einem Menschen, dem in seinem hohen Alter Pflege und Fürsorge gegolten haben und der nun eine Lücke hinterlässt, die man nicht schließen kann. 
Meine Zeit beim Panzer-Regiment 35 war jeweils immer nur kurz, dann landete ich wieder im Lazarett. Dadurch haben sich keine so engen Verbindungen zu Kameraden bilden können, an die ich mich auch noch 70 Jahre später erinnern könnte. Immer aber gehört jedem, der nun seinen letzten Weg begonnen hat, die volle Achtung für seine Lebensleistung. 
Und genau so gehört den Angehörigen mein volles Mitgefühl, auch wenn wir uns nie begegnet sind; denn der Verlust des Vaters bedarf des Trostes und erfordert Kraft, die ich Ihnen wünschen möchte.
In aufrichtigem Mitgefühl Ihr Werner Baeck
Eduard "Edi" Achatz *22. Juni 1919 - †19. Mai 2016
Die letzten Offiziere des Regimentes:
Lt. Heinrich Schnappauf 1/5. Kp.
Olt. Werner Baeck 2./6.Kp.

Ich frage mich heute öfters,
ob es einen Sinn hatte und hat und Grund gab und gibt, als Soldat für " Führer, Volk und Vaterland " zu sterben. Heute würde ich mich nicht mehr freiwillig melden.

   


Olt. Fritz Schneider als ROB im Staube der Rollbahn... 
"Wir haben alle Dreck am Stecken!" Am 31. August 2016 verstorben... Sein schriftlicher Nachlass muss erst noch bearbeitet werden...

Die letzten Feldwebel des Panzerregiment35



27.September 1920 - 1.Dezember 2016

Die Beerdigung findet am Mittwoch den 7. Dezember, um 12:45 auf dem Nürnberger Südfriedhof statt.







Die letzten Soldaten vom Panzerregiment35

OGefr. Robert Wern 4./8. Kp.

Mittwoch, 6. April 2016

"Kontakt zu Fußlatschern von Meier Berlin"

von Olt. Werner Baeck am 21. Februar 2016

Kriegstagebücher-Texten fehlt oft der individuelle Bezug zum Einzelnen. Ich kann punktuell einen solchen herstellen! 
Im o.a. KTB der 4. PD findet sich auf Seite 1172 oben unter dem 4.8.1944 ein Vermerk, zu dem ich persönlich den Anstoß gegeben habe! 

Dort steht: 114,5 li o,5 von Division Hermann Göring erreicht, Verbindung hergestellt. (114,5 li o,5 bezeichnet eine bestimmte Stelle auf der Landkarte.)
Dazu muss man wissen, dass Hermann Göring, Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, in jener Zeit einmal großspurig geprahlt hatte “wenn jemals ein Feindflugzeug die deutsche Hauptstadt Berlin erreicht, dann will ich Meier heißen” (nicht wörtlich, aber dem Sinne nach). Inzwischen kamen Feindflugzeuge lässig in unseren Luftraum...
Ich hatte tatsächlich Kontakt bekommen zu Infanteristen (die wir Fußlatscher nannten) der Division Hermann Göring und meldete diesen Kontakt an die Abteilung weiter. Keinesfalls wollte ich aber diese Einheit unverschlüsselt über Funk offen beim Namen nennen und griff zu folgender Tarnung: “Ich habe hier Kontakt zu Fußlatschern von Meier Berlin”. Das wurde bei der Abteilung sofort verstanden und, wie man jetzt auf Seite 1172 nachlesen kann, auch weiter gegeben.


Diesen authentischen Beitrag zur deutschen Kriegsgeschichte wollte ich nicht stillschweigend mit ins Grab nehmen...


Sonntag, 3. Januar 2016

Eine Suche: Lt. Karl Schierenberg ✠ 16.8.41

8. 10.2015
Hi, durch Zufall bin ich auf die Pz, Reg. 35 gestossen . Habe fuer Belokowitschi gesucht , wo mein Bruder am 16 August 1941 gefallen war . Sein Name: Lt. Karl Schierenberg , Panzer Regiment 35 Bamberg. Ich habe die Unterlagen " Verlusste im Kriege " und auch ein Bild der Grabstaette in Belokowitschi von ihm und seinen 2 Kameraden die mit ihm gefallen sind. Mein Name ist Martin Schierenberg ,bin von Tilsit , Ostpr..Wohne seit 1952 in den USA . Jahrgang  31 
Mit besten Gruessen , Martin

Rückseite des Originalbildes
Vorderseite Originalbild aus den USA am 5.7.2016 -  Uffz. Willi Keller *04.02.16 Musberg,
gehörte wohl auch zur Panzerbesatzung,
ist aber auf dem Hauptverbandsplatz verstorben.
Sanitätskompanie 1/84



Originalskizze 




Interessant! Man grüßt noch Tradition des deutschen Militärs "alt" also mit der Hand an der Mütze. Ab 1944, nach dem Attentat musste dann mit erhobener Hand und  "Heil Hitler" gegrüßt werden.
Was nicht furten kann muss auf Floße...

Aufgabe des Erkunderzuges, Furten und Wege für die Panzer zu suchen...

Die "Bessed" Schicksalsfluss für Lt. Schierenberg und seine Kameraden... 

Olt. Hans-Detloff von Cossel Chef 1. Kompanie, nach seiner Verwundung in Stary Bychow schon wieder bei seiner Kompanie  in Kostjukovici. Etwas später in Unetscha erhält er einen Bauchschuss, als er Eberbachs Panzer einweist. Auch danach ist er bald wieder bei seiner Einheit. 

Major Meinrad v. Lauchert Chef der I.Abteilung, auch gezeichnet von den Strapazen.
links:Fw. Kertscher - Mitte Lt. Schierenberg - rechts: Uffz. Englert


Vormarsch 1941: Mitte Grab Lt. Schierenberg Erkunder Zug Führer
I. Abteilung, Panzerregiment 35 - rechts Grab Unteroffizier Englert leichter Zug I.35
Links Unteroffizier (Fw.) Kertscher ( Die Originalbilder müsste A.Debus der Stadt Bamberg überlassen haben.) Im Hintergrund die Rollbahn.

3. Januar 2016 - Martin Schierenberg: "Ich kann mich noch an den Brief an meinem Vater von Karls Hauptmann  erinnern: Der Panzer  kam an einem Fluss [chen?] an . Die Besatzung war ausgestiegen um die Tiefe des Wassers festzustellen und wurden von Russen, die im Ufergebuesch sassen ,niedergeschossen." - Alles Beste , Martin



Gemeinsam mit Oliver Lörscher werden wir versuchen, möglichst viele Details zu dieser Recherche zu liefern.


16.08.1941
Feldwebel
Rudolf
Kertscher
* 06.01.15
Göhren
bei Belynkowitschi / liegt bei Belynitschi
Stabskompanie I. Abteilung

Unteroffizier
Willi
Keller
* 04.02.16
Musberg
bei Belynkowitschi / liegt bei Kostjukowitschi
Stabskompanie I. Abteilung / verstorben auf H.V.Pl. Kostjukowitschi, Sanko. 1/84

Also, Kertscher ist richtig, und der Willi Englert, der hieß wohl Willi Keller, zumindest ist ein Keller im Volksbund auch zu finden. Nur ist der auf dem HVPl. verstorben, die Frage also, ob er wirklich dort in dem Grab liegt, wie die anderen beiden auch!? Daher wäre eine bessere Qualität der Grabfotos schon interessant.

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Am 5. Januar 2016 um 05:24 schrieb Martin: Lieber Hans-Juergen, 
Du hast den Volltreffer gemacht und die Neuigkeiten kamen "faster than a speeding bullet!" 
Man hat schon 75 Jahre gewartet,Namen und Gesichter [Bilder]auf ein Ereignis zulegen und auf einmal :"Kaboom",alles faelt in seinem Platz. Das gibt ein Gefuehl das schwer fuer Nicht -Teilnehmer zu verstehen ist. Da mein Vater eine rosige Aussicht fuer den Kriegsschluss hatte, unter der wir in Wochen wieder zu hause sein sollten, kamen wir nur mit dem Notwendigsten im Westen an. So sind dann alle persoenlichen Sachen in Tilsit geblieben. Das Bild hat der Vater in seiner Ausweistasche gehabt. Drei von meinen Bruedern sind Soldaten gewesen. Zwei kamen zurueck. Das letzte mal wo ich Karl gesehen habe war Weihnachten 1940. Karl und Heinz waren beide aus Frankreich auf  Urlaub gekommen. Wie ich mich erinnere war Karl  im Panzerspaehwagen auf den Bildern. Keine Ketten, nur Raeder! Er erzaehlte wie sie genau so schnell ruekwaerts wie vorwaerts fahren konnten und die Reifen konnten nicht platt geschossen werden.Als Kinder waren wir unheimlich interessiert. 
Nochmals vielen Dank fuer die Erhaltung nicht nur fuer das Andenken an meinem Bruder sondern auch an alle seine Kameraden, die mit ihm in die Ruhe gingen. 
Wie Du sagst das Jahr konnte nicht schoener anfangen! 
Mit den besten Gruessen an Dich und die Ueberbleibenden des Pz.Reg.35 
Martin  
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Am 7. Januar: Lieber Hans-Jurgen, den Lebenden zum mahnen !
Man kann nur hoffen, das dies fuer immer angenommen wird und nicht vergessen bleibt. Ebenso, dass die Tendenz der Welt ist den Rattenfaengern zu folgen ! Vielen Dank fuer Deine erhebenden Zeilen. Nicht erwaehnt habe ich, dass Karl irgendwans in 1941 geheiratet hatte und seine Residenz in Kassel gemacht hatte. Ich glaube die Ehe war kinderlos und alle Verbindungen mit seiner Frau sind durch den Krieg verloren gegangen. Ich selbst bin der letzte von meiner Familie und ausserhalb einer Schwaegerin habe ich keine Verbundenheit in Germany. Leider habe ich keine Bilder oder anderes vor - 1950 Das originale Grabbild werde ich Dir zukommen lassen, sobald wie ich wieder in Wisconsin sein werde. 
Ich glaube es soll dem PZ.REG.35 mehr gehoeren wie mir. 
Mit den herzlichsten Gruessen. Martin

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5.7.2016
Post aus den USA von Martin Schierenberg - Das Original Foto wird uns gesendet. Innen ist die Notiz: "Mein Vater hat das Bild in seiner Ausweistasche gehabt, darum hat es überlebt. Die anderen Bilder haben die Russen...
 - DANKE Martin Schierenberg! 

Lieber Martin, ich glaube dass Dein Bruder einen würdigen Platz im Regiment gefunden hat. Das Bild werden wir in Ehren halten und in unser Museumsarchiv überführen. Wir wünschen Dir alles Gute und immer eine gute Verbindung zu uns und dem Regiment! Hans-Jürgen Zeis

Das Originalbild wurde mit der Bildrückseite sofort gescannt und steht oben im Blog...

Das Originalfoto und ein Panzerbuch für unsere Spezialisten - Danke Martin!