Wichtig! - важно!

Jedes Foto vom Panzerregiment 35 ist ein wichtiges und seltenes Zeitdokument.
Viele Kinder haben ihren Vater nie kennengelernt, haben kein Fotos!
Viele russische Menschen haben kein Foto von ihrem Dorf während des Krieges.
Jedes Foto kann bei der Identifizierung von Ort, Zeit und Personen helfen!
Bevor Sie die Fotos, oder Album verkaufen geben Sie uns wenigstens ein Duplikat!
Scan von Vorderseite und Rückseite, wenn Text vorhanden.
Jeder Besitzer eines Fotos hat die Verantwortung für die Vergangenheit in seinen Händen! Helfen Sie uns, damit wir anderen Menschen helfen können!

Каждая фотография Panzerregiment 35 является важным и редким современным документом.
Многие дети никогда не встречались с отцом, у них нет фотографий!
Во время войны у многих русских людей нет фотографии их деревни.
Любая фотография может помочь определить место, время и людей!
Прежде чем продавать фотографии или альбом, дайте нам хотя бы дубликат!
Сканирование спереди и сзади, если текст существует.
Каждый владелец фотографии несет ответственность за прошлое в своих руках! Помогите нам, чтобы мы могли помочь другим людям!

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017

Gedenkensteine in Bamberg, Kaserne 2017
immer noch unvergessen...
1943: Olt. Georgi, Chef 3. Kp.
zu dem von "Kameraden" denunzierten Benzinfahrer Otto Becker:
"Ich gebe Ihnen einen guten Rat,
DENKEN SIE NICHT ZU LAUT!"

Damit rettete er ihm das Leben...
Dieser Satz hat zu jeder Zeit
eine tiefe Bedeutung...

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"

Die "Bären" - Медведь - медведь танков - Sie gaben sich selbst den Namen: "Die Eberbacher"
(1943 Lgov) Mit dem Teddy lebt das Regiment weiter und wird seiner historischen Verantwortung gerecht - Das Panzerregiment 35 mit seinen Stabskompanien, 8 Kompanien in 2 Abteilungen, der Ersatzabteilung in Bamberg mit 6 Kompanien

Geburtstagsliste - Panzerregiment 35 1940

Die "Bären" 1943

Die "Bären" 1943
Februar 1943 Llgov - Stabskompanie

Abteilungsbefehlspanzer März 1943

Abteilungsbefehlspanzer März 1943
Lt. Heinz Burkard (⚔ 8. Jan.1944) 1943 auf dem Befehlspanzer bei Kaljakorowsk

Mittwoch, 11. April 2018

gemeinsame Suche nach "Troyanowo" und "Mala Bobrowo"

17.März 2018
Hi there. My name is Alexander Fomin, I'm from Russia. My wife Irina is working at Zheleznogorsk Local History Museum.
During the prepare of a museum's War Hall for 75th anniversary of Zheleznogorsk Region's Release (dating back to World War II), she found some photos related to those days and things that had happened. While she was looking for the origin of that photos, she found the blog dedicated to Panzer Regiment 35, and there were that photos for the origin of she was looking for.
So she would like to make an info exchange without any purpose but historical accuracy. She may share the info about the populated localities named in your messages as "Trojanowo" and "Mala Bobrowo" because these populated localities mentioned above are located in and near Zheleznogorsk Region and they are near to the city of Zheleznogorsk where we live. Some questions she would like you to answer, may fulfill the puzzle of that historical times.
If my offer is interesting to you, reply to this message please.
Our conversation/interested info may be in English (desirable) or in Russian language. Neither I, nor my wife do not know German, online translators may cause misunderstandings in some cases.
Desirely waiting for the reply.

Hallo. Mein Name ist Alexander Fomin, ich komme aus Russland. Meine Frau Irina arbeitet im Schelesnogorsker Heimatmuseum.Während der Vorbereitung der Kriegshalle eines Museums zum 75. Jahrestag der Befreiung der Region Zheleznogorsk (aus dem Zweiten Weltkrieg) fand sie einige Fotos, die sich auf diese Tage und Dinge bezogen, die sich ereignet hatten. Während sie nach dem Ursprung dieser Fotos suchte, fand sie den dem Panzerregiment 35 gewidmeten Blog, und da waren die Fotos für die Herkunft, nach der sie gesucht hatte.Sie würde also gerne einen Informationsaustausch ohne irgendeinen Zweck, aber historische Genauigkeit machen. Sie kann die Informationen über die bevölkerten Ortschaften, die in Ihren Nachrichten genannt werden, als "Trojanowo" und "Mala Bobrowo" teilen, da diese oben erwähnten Orte in und in der Nähe der Zheleznogorsk Region liegen und in der Nähe der Stadt Zheleznogorsk, wo wir leben. Einige Fragen, die sie gerne beantworten würde, können das Puzzle dieser historischen Zeiten erfüllen.
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Dear Alexander!I read everything very well!I understood everything!You may believe me that I will do anything to help you!It is an honor for me and my work to look for the traces of the past together with them.Where can I find "Trojanowo" and "Mala Bobrowo"
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18. März 2018 Die Dörfer Troyanovo, Deryugino und Malo Bobrovo befinden sich an der Grenze zwischen der Region Orlovskaya und der Kurskaya Region in 10-15 km Entfernung. Heute befindet sich in der Nähe des Dorfes Troyanovo, in dem wir leben, eine junge Stadt Schelesnogorsk. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs existierte die Stadt Zheleznogorsk nicht und das Territorium Zentrum war Mikhailovka sloboda. Vom 3. Oktober 1941 bis zum 3. März 1943 wurde dieses Gebiet von deutschen Truppen besetzt. Die Partizan-Bewegung war sehr aktiv - am 31. Dezember 1942, kurz vor dem deutschen "Jäger-Trupp" -Marsch-Wurf, wurde der Bahn-Bahnhof Deryugino zerstört (vielleicht war die Herleitung der "Jäger-Truppe" daran gebunden).

Die Operation "Eisbär" wurde vom Sonderkommissar General Adolph Heusinger vorbereitet und wurde 1942-1943 auf dem Territorium von Belarus und Russland durchgeführt. Hauptzweck dieser Operation war die Bekämpfung der Partisanen- und Intimitätsdelikte der Urbevölkerung mit dem Abbrennen der Dörfer und ihrer Bewohner, die in der Nähe der Wälder lagen. Im Oktober 1942 wurden auf dem Territorium der heutigen Region Zheleznogorsk mehr als 10 Dörfer auf diese Weise zerstört, mehr als 600 Zivilisten wurden niedergeschossen, aufgehängt oder lebendig verbrannt. Die Operation der Züchter wurde von Gestapo-Chef Zonderführer Paul Lawe, Gendarmerie Chiefs von Dmitriev Town und Mikhailovka Sloboda Schiffer bzw. Schprengel geführt. Die auf den Fotos abgebildeten Dörfer blieben unverbrannt.Die Fotos in Ihrem Blog wurden zu einer großen Überraschung. Es würde wahrscheinlich die maximale Information über sie bekommen: wer hat sie gemacht, welche Rolle hat der Fotograf gespielt, wie hast du diese Fotos angewendet, als die erklärende Botschaft gemacht wurde - während des Zweiten Weltkriegs oder danach? Irgendwelche zusätzlichen Informationen wären wahrscheinlich.

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Ich habe diese Fotos als Original-Negative vom ehemaligen Leutnant Grigat erhalten. Diese Bilder waren wichtiger Bestandteil der Suche nach unserem gefallenen Familienmitglied Hans Müller. Lt. Grigat war zu dieser Zeit bei der Stabskompanie Pz.Rgt.35 - Er hat die Bilder in seinem Archiv beschriftet. Sie sind lückenlos nummeriert und deshalb historisch wichtig. Teile des Panzerregiment 35 wurden immer wieder anderen militärischen Verbänden unterstellt und abkommandiert. So wird es auch beim "Jagdkommando Huzel" gewesen sein. 1943 bestand das I.Panzerregiment 35 aus 4 Kompanien und Stabskompanie. Die II.Abteilung war bereits seit 1942 in Frankreich. Die einzelnen Kompanien waren oft weit verstreut: Briansk, Karatscheff, Narischkino, Trosna, Llgov, etc. und wurden oft verlegt. 
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Mala Bobrowo - Trojanowo - Bahnhof Derjugino ist jetzt nicht mehr zu finden. Teil von Sheleznogorsk


Übersichtskarte



Oberst (Bw) Hans Huzel 
* 14.02.1912   Ludwigsburg
+ 24.06.1981   Erfstadt-Lechenich
01.04.1937 Leutnant 
01.09.1939 Oberleutnant
01.04.1942 Hauptmann, Major, Oberstleutnant, Oberst
Führer SturmRgt 215
12.10.1937 in der 5. / Infanterieregiment 119 (Schwäbisch Gmünd)
10.11.1938 Adjutant des II. / Infanterieregiment 119 (Schwäbisch Gmünd)
RK: 18.02.45 


#45 im Archiv Hptm. Huzel und Lt. Burkard
Immer wieder wurden Teile des Panzerregiment 35 zur "Bandenbekämpfung" anderen Einheiten unterstellt. Das hatte auch den Tod unseres Familienmitgliedes Olt. Hans Müller verursacht. Selbst ein Divisionskommandeur konnte nichts gegen diese Strategie unternehmen. Die Einheit wurde ständig zerrissen und zu Brennpunkten verlegt, da Infanteristen nicht gerne ohne Panzerbeteiligung kämpften und durch ihre Anwesenheit ein Gefühl der Sicherheit erhielten.

Wer wissen will, was sich hinter der Front ereignete möge dies lesen:


Lt. Schnappauf war 1943 einmal in der Gegend um Minsk, als er eine ungarische Schlittenkolonne mit achtzehn Panjepferd Schlitten antraf. Einer der ungarischen Soldaten unterhielt sich mit ihm. Er sagte zu ihm: "Uns gehören nur zwei Schlitten! Die anderen sechzehn gehören alle dem Kommandeur! Stell Dir vor, er hat sogar seine Paradeuniform dabei!" 

Huzel erteilt den Offizieren des Panzerregimentes 35 Befehle. Man beachte die Körpersprache. Cossel war RK Träger und Kp.Chef! Huzel muss eine mächtige Dienststellung innegehabt haben. Die Elite des Pz.Rgt.35 steht wie Rekruten da... 
Hauptmann Huzel Mai/ Juli Raum Oserskaja 1942





Sonntag, 25. Februar 2018

Fw. August Rühland meldet sich...

Stand Februar 2018:
Mein guter Freund aus Moskau schreibt mir, dass Fotos aufgetaucht sind...
Der Sammler hat ein Herz und übermittelt mir Bilder.
Es gelingen verschiedene Identifizierungen der Fotos:





















Feldwebel August Rühland im 221 - 2. Kompanie, 2.Zug, Zugführer im Pz.Nr.1

Samstag, 3. Februar 2018

Die Litzendorfer Panzer - von Albert Knoblach

Die Litzendorfer Panzer

Kriegsende in der Gemeinde Litzendorf
Autor:  Albert Knoblach
überarbeitete Auflage 2018


45 Seiten Heimatforschung
copyright auch auszugsweise bei Albert Knoblach
                       

Dienstag, 19. Dezember 2017

Der Russlandfeldzug des Fritz Schneider als Feldpostbriefe


Ich begebe mich wieder an die Arbeit, denn es noch viel zu tun... Ich mache den Versuch, das vorliegende Material abzuschreiben und unseren interessierten Lesern zur Verfügung zu stellen. 
Es wird schwer werden, denn der eigene Vater hasst die Schreibschrift seines Sohnes und kann die Briefe nicht lesen. 
Die Mutter, zu der Fritz ein sehr enges Verhältnis hat, wird sie dem Vater vorlesen.

Als Fritz nach dem Kriege heimkehrt bemerkt sein Vater nur: "Mit Dir hat keiner mehr gerechnet!"
Er hatte andere berufliche Pläne und muss seinen Wunsch, als Baumeister zu arbeiten wieder aufgeben. Er befiehlt seiner Frau, das Zeichenbrett wieder auf den Dachboden zu stellen. Das bedeutet das Ende seiner Architektentätigkeit. 

Zum Verständnis dieser Zeit: Die Mutter von Fritz brät einmal eine Gans... Schweigen.. Alle essen. Die Mutter fragt ihren Mann: "schmeckt es ?" - keine Antwort... Sie fragt wieder: "schmeckt es ?" -
Antwort des Herrn Schneider senior: " Merk Dir einmal - wenn ich nichts sage, dann schmeckt es! Und wenn Du nochmals fragst, - dann werfe ich den ganzen Gänsebraten zum Fenster hinaus!"

Fritz Schneider junior...

Junger Mann aus gutem Hause, einziger Sohn wohlhabender Eltern zieht in den Krieg...
Pimpfenzeit, Abitur, Studium der Chemie in Erlangen, (Abbruch wegen Krieg) Arbeitsdienst liegen hinter ihm. Er ist ein Kind seiner Zeit und durch und durch geprägt.
Wir begleiten ihn, soweit möglich von seinem ersten Kriegstag bis ins Jahr 2014...



5. Kriegstag Krieg in Russland - 1. Brief (Panzerschütze ROB)
Panzerkommandant: Uffz.Pröbster
Kompaniechef: 1. Kompanie (Olt. v. Cossel) 

Regimentskommandeur:  Oberst Eberbach
Divisionsgeneral: von Langermann und Erlencamp
Armeegruppe:  Guderian

Meine Lieben!
folgt...

Weihnachtsgeschichte 2017 - Ein wahres Märchen...

Es waren einmal vor langer Zeit....
So fängt dieses wahre Märchen an, das noch unvollendet ist, weil ich keine weiteren Fakten (noch nicht) bekommen habe...

Vor vielen Jahren bereits fiel mir diese Grabplatte auf, welche in einem Vorgarten in der Eintrachtstraße in Nürnberg unter einer Douglastanne liegt...

Irgendwann nach etlichen Jahren ging ich auf den alten Mann zu, den ich bereits aus unzähligen flüchtigen Begegnungen auf der Strasse kannte.

Er erzählte mir folgende Geschichte:
Dieter Goeschen und er waren beste Freunde, als sie zum Militärdienst einberufen wurden. Ich nehme an, dass sie beide in der Sturmgeschützabteilung in Schweinfurt dienten.

Sie schlossen folgenden Pakt: Sollte einer von ihnen den Soldatentod sterben, so möge der andere jeweils dessen Mutter bei sich aufnehmen und für sie sorgen!

So fügte sich das Schicksal und in dem Hause lebte fortan die Mutter von Dieter Goeschen als "Oma" in der Familie des späteren Doktor.

Eines Tages traf ich wieder den Doktor und es entspann sich ein kurzes, aber doch lebhaftes Gespräch, denn mein Schwiegervater war ebenfalls in Schweinfurt bei der Sturmgeschützabteilung stationiert. Ich hätte natürlich gerne Bilder von Dieter Goeschen und dem damals jungen Doktor gehabt. Doch die Zeit fließt dahin und die Menschen gehen ihren Dingen nach. Als ich mich wieder nach dem Doktor erkundigte, sagte mir die Tochter, dass er bereits verstorben ist...

Vielleicht lässt sich die Geschichte erweitern, sollte es mir gelingen weitere Fakten zu bekommen. Das Wichtigste jedoch steht oben! Kameradschaft über den Tod hinaus, Anteilnahme und alle Eigenschaften, die uns Menschen ausmachen sollten! Nehmen wir uns ein Beispiel an dem beschriebenen Menschen, der etwas bewirkt hat, das ich so eigentlich noch nie vernahm... Gedenken wir dem gefallenen Dieter Goeschen und dem großartigen Doktor!



Montag, 11. Dezember 2017

unser "unmöglicher" Robert Wern ist gestorben...

wenn es im Regiment einen "braven Soldaten Schwejk" gegeben hat, dann ist dies:

 Robert Wern!
Sonntag dem 10.Dezember 2017 verstorben

Eigentlich ein 25iger, denn er wurde nach Erlangen zum Pz.Rgt.25 eingezogen und kam erst nach vielen Verirrungen zum Panzerregiment 35, nachdem er wieder einmal abgeschossen wurde und in der Gegend umherirrte...
Eingefleischter "Zaboer" und Nürnberger Dialekt sprechender in der breitesten Mundart.
Eigentlich "Zerzabelshof" aber im Nürnberger Dialekt "Zabo" 
Hier kannte er jeden Stein und auch er war wohlbekannt.

Seine Erlebnisse würden Bände füllen!
In drei Gefangenschaften: Russisch, englisch und amerikanisch, doch jedes Mal entwischt!

Nachzulesen im Post "Neues von Robert Wern"


Sonntag, 20. August 2017

Herzlichen Glückwunsch zum 98. Geburtstag!


Olt. Werner Baeck, der letzte Kompanieführer

am 20.August 98 Jahre!

Wir gratulieren herzlich und sagen Danke für seinen Beitrag und seinen Willen für den Frieden und die Aussöhnung zu arbeiten. Nach unendlichem Leid nie wieder Krieg, ist die Botschaft dieser Generation!

Der letzte, noch lebende Kompanieführer des Regimentes


Im Tagebuch von Franz Weber wird er erwähnt...
Eine Offizierstellenbesetzung





Donnerstag, 2. März 2017

vom Gefreiten Ludwig, zum Panzeroffizier - Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig


vom Gefreiten Ludwig, zum Panzeroffizier 
in Memoriam
- Prof. Dr. Karl-Heinz Ludwig -

Eine ganze Generation kommt zum Regiment - und bleibt sich bis zum Tode treu... Sie finden sich in der Panzerkameradschaft Nürnberg und Bamberg wieder.1942 noch ein Name unter vielen, später herausragenden Persönlichkeiten, die sich in den Verleihungslisten wiederfinden.

Das Paket kommt wie versprochen...

Viel, viel Arbeit steckt in diesen Heften und ist noch zu leisten mit 
Übersetzung und Transkription aus der Sütterlinschrift... 
Jede Seite landet im Scanner und wartet auf den fleissigen Mitarbeiter.

Leutnant Karl-Heinz Ludwig
"Ist das nicht ein fescher Leutnant?"
Handschrift, Bildrückseite



Wir hätten noch so viele Fragen gehabt... Es waren die "Weisen alten Männer" 
die  frühzeitig und jetzt für immer verstummt sind vor dem schrecklichen Hintergrund der Geschichte...Es war so wenig, was ich direkt aus seinem Munde erfuhr. 
Die Parade Ostern 1945 auf dem Markusplatz (italienisch Piazza San Marco) in Venedig- die letzten sechzehn Panzer IV vom Italienischen General, mit denen er die Strasse nach Triest befuhr, um Truppenstärke vorzutäuschen, Er als verbranntes Bündel Mensch neben seinem zerschossenem Panzer und ein Soldat, der ihn mit dem Stiefel berührte und merkte, dass der verbrannte Mensch noch lebte... Die Operation durch den Leibarzt der Queen. Die Merkwürdigkeit, dass sowohl sein Vater im ersten Weltkrieg und auch er jeweils ein Bein verloren!  
(Portrait angefordert)
Ich hatt einen Kameraden...(Weihnachtsausgabe 1944 Pz. Abt.129)
Leutnants Ludwig Nachrede auf den hochgeachteten Lt. Walter Weik, vom dem immer noch in Kameradenkreisen gesprochen wurde, dessen Familie und den Zwillingssöhnen, Damit schließt sich gleichzeitig wieder und gänzlich unerwartet ein Kreis um den legendären Feldwebel Walter Weik zu dessen Erwähnung bis jetzt die Initialzündung fehlte. In den 3 Büchern der Regimentsgeschichte und in anderen Schriften wurde er mehrfach erwähnt und abgebildet.

Die Worte vom damaligen Lt. Ludwig zum Geleit des Gefallenen 
sollen auch ihm selbst jetzt gelten:
Ich hatt´ einen Kameraden...

Es war im Herbst 1940 in Frankreich kurz nach dem Westfeldzug, als ich Dir das erste Mal begegnete. Ich kam als junger Rekrut in die kampferprobte Kompanie. Du als Ausbilder und Oberfeldwebel, damals schon mit dem EK I ausgezeichnet, warst für uns junge das Ideal des Panzerkommandanten.
Im Polen Feldzug bei der Vorausabteilung des Panzerregiment 35 warst Du bereits am 8. September 1939 mit einem leichten Zug nach Warschau hinein vorgestoßen und hattest Dir das EK II verdient. Im Westfeldzug hatte Dir Deine umsichtige, ruhige und überlegene Führung beim Durchbruch durch die Weygand Linie das EK I eingetragen. 
Deine unerschütterliche Ruhe, Dein goldener Schwabenhumor und Deine umfassenden Panzerkenntnisse ließen sofort ein festes Vertrauen zu Dir entstehen, so dass wir bald alle nur den einen Wunsch hatten, mit Dir in den Einsatz zu gehen. 
Am 22.6.1941 war es dann soweit. Unsere Panzer (2. Kp.) rollten über den Bug in die unendliche Weite des russischen Raumes hinein.Wieder führtest du den leichten Zug und immer, wenn Du mit deinen schnellen Panzern II an unseren schweren Panzer III vorbei nach vorne fuhrst, galt jeder Besatzung ein aufmunternder Zuruf, so dass wir beruhigt weiter fuhren. Und dann beim Angriff auf die Stalin Linie! Die Kompanie greift im Breitkeil an. Du mit Deinem leichten Zug noch als Aufklärung vorneweg. Plötzlich aus der linken Flanke starkes Pak Feuer. Ohne Befehl greifst Du, ohne zu zögern, mit Deinen fünf Panzern II die Pak Front an. Vier Deiner Panzer gehen in Flammen auf, auch Dein Panzer erhält mehrere Treffer. Aber die Pak Front ist zerschlagen. Die "großen Brüder", die Panzer III können mit ihrer geballten Kraft die Stalin Linie durchbrechen. 

Dann traf ich Dich 1942 wieder bei der Neuaufstellung unserer Abteilung. (Pz. Abt.129) Ich war nun junger Leutnant und Du, ein alter erfahrener Stabsfeldwebel. Es war wirklich eine väterliche Freundschaft, die uns beide verband. Auf Sizilien zogen wir beide als Zugführer in den Kampf. 



Ich sehe Dich heute noch vor mir, wie Du gleich in den ersten Tagen zurück kamst von Vorne (HKL) Du hattest Deinen Panzer sprengen müssen. Lange vorher hattest Du Deine Besatzung weggeschickt und erst als Letzter, als es keine andere Möglichkeit mehr gab, hast Du nach der völligen Vernichtung Dein Sturmgeschütz verlassen. Und nun standen Dir die Tränen der Wut in den Augen, dass Du Deinen Panzer nicht mehr zurückbekommen konntest. Dann wurdest Du Oberfähnrich, solltest Offizier werden. Mit manchem Rat konnte ich Dir nun zur Seite stehen. 

Und nachdem die 4. Kompanie nach Deutschland kam, blieben wir beide mit unseren Besatzungen bei der Abteilung. Dann wurdest Du Leutnant. Keiner war mehr erfreut als ich. Wieder tatest Du in Cassino* und Nettuno* mit unerschütterliche Ruhe mehr als deine Pflicht. 

Du warst jeweils der ruhende Pol. Und Deine Ruhe strahlte auch auf Deine Umgebung aus. 

Ich hielt Dich fast für kugelsicher. Und als Dein Bunker durch einen Volltreffer einstürzte und alle unter sich begrub, nur Du kannst heil heraus, da glaubte ich es fest. 

Als erster Mann unserer stolzen Panzerabteilung 129 bekamst Du das Deutsche Kreuz in Gold. 

Ich freute mich mit Dir. Du freilich in Deiner Bescheidenheit hast es mir damals gar nicht ins Lazarett zu schreiben getraut. 

Lediglich von Deinen beiden reizenden Kindern, dem kleinen Pärchen, (Jungs-Zwillinge) hast du mir erzählt. Wie glücklich warst Du als stolzer Vater. 

Dann kam der Rückzug von Rom. 

Wieder standest Du im Brennpunkt der Kämpfe. Im Kampf gegen eine Übermacht von Feindpanzern wurdest Du abgeschossen und schwer verwundet. 

Deine letzten Worte, an die Infanteristen die Dich zurück tragen wollten waren: 
„lasst mich, es ist ja doch umsonst !"

seitdem wissen wir nichts mehr von Dir. Ich konnte es kaum glauben, als ich erfuhr, und heute noch fasse ich es nicht, dass Du nicht mehr unter uns weilst. 

Aber wo Du auch weilst, lieber Walter, ob Du nach Walhall gleich den anderen Gefallenen eingezogen bist oder nicht, heute gilt Dir unser Gruß. 

Und in Dir grüßen wir auch alle anderen Gefallenen und Vermissten unserer stolzen Abteilung.

Sie haben gekämpft und gelitten...

*Cassino, Nettuno - schwere Kämpfe der Pz.Abt.129 an diesen Orten

Nürnberg, 5. März 2017
Lieber Karl-Heinz! 
Deine Familie hat mir Deine Tagebücher zur digitalen Speicherung überlassen. Es wird eine Mammut Arbeit, Deine Schrift zu entziffern, zu transkribieren, soweit überhaupt möglich.  Über den Sinn, die Verantwortung in Deinen Erinnerungen zu kramen, ließe sich lange debattieren. Ich werde deshalb sehr abwägen, was Sinn macht und was wirklich für die Nachwelt wichtig ist. Viele Deiner Aufzeichnungen sind deckungsgleich mit den Erzählungen, mit den Aufzeichnungen Deiner Kameraden. Viele von Ihnen stehen förmlich auf aus der Erinnerung und finden sich oft wieder in diesem Blog über dieses Regiment. So viele sind gefallen, deren Namen noch heute geläufig sind. Ihrer wurde gedacht und sie werden im Rahmen dieser Arbeit in Erinnerung gehalten. Ein sehr bewegendes Ereignis dürfen wir jedoch der Nachwelt nicht vorenthalten!  Ich messe persönlich diesem Ereignis große Bedeutung bei, denn es zeigt dass dies der "erste Tote" der noch jungen Soldaten war und Teil der gesamten Ausbildung war. Wenn Heinz Goller als lang gedienter und kampferprobter Feldwebel und Panzerkommandant im Regiment. Überlebender unzähliger Kämpfe, nach den unzähligen Kriegserlebnissen und den ganzen Jahren des Fronteinsatzes, ausgerechnet dieses Ereignis bis zu seinem eigenen Ende immer wieder im Gespräch mit Fritz Schneider erwähnt, dann sollte uns dies zu denken geben! Heinz Goller und Fritz Schneider hatten noch viele Tote gesehen, Hunderte, wenn nicht Tausende... Und dieser junge, heimwehkranke Bursche, der aus Sehnsucht desertierte, scheint sich unauslöschlich in das Bewusstsein eingegraben zu haben! Bis zum Lebensende war es dieses Ereignis. das sie Beide auch mir erzählten und das ich jetzt eigenhändig dokumentiert sehe, das sie nie mehr verließ. Es ist einer dieser "Marker" welche uns aufzeigen, wie die Psyche der Menschen instrumentalisiert wurde.. Zumindest für dieses Ereignis hat sich bereits die ganze Arbeit gelohnt und wenn wir dem armen jungen Soldaten vom 16.10.1940 hiermit ein kleines Denkmal setzen können und seiner gedenken, dann ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit hiermit getan.


Geschrieben steht: "Am heutigen Vormittag wurde der Fahnenflüchtige der 4. Kompanie hier am mittleren M.G.Stand erschossen."












Heinz Ludwig wurde wie viele Nürnberger und mit seinen oben genannten Kameraden zur Infanterie Grundausbildung nach Coburg eingezogen. Einige der Genannten kamen mit ihm zu Panzer 35. S. Breu fiel in Stary Bychow. Infanterie-Ersatz-Bataillon 319 Coburg



Ohne die freundliche Hilfe der Familie Götz von Rochow, Oliver Lörscher und Lutz Auerswald, wäre dieser Post nicht möglich gewesen. Ich sage herzlichen Dank!

Samstag, 27. August 2016

PiKra - "Pionier Krause" der intime Teil seines Lebens...

Danke Joachim! Ich sass einen ganzen Tag im Garten und habe gelesen, gelesen, gelesen
- dann gar nicht so gut geschlafen! Immer wieder gegrübelt und Personen gegenüber
gestellt. Es steht so viel dramatisches zwischen den Zeilen! Wie so oft!
Ich habe die Schatten der Vergangenheit gleich mitfotografiert...
PiKra ist der einzige Protagonist des Regimentes, über den wir so viel Intimes aus seinem Privatleben erfahren. Ohne Joachim Krause und seinem Mut wäre das niemals möglich gewesen. Mir selbst wurden solche Einblicke niemals gewährt. Selbst im engsten Familienkreis wurden alle wichtigen Unterlagen und sehr privaten Aufzeichnungen noch als letzte Arbeit eines Todgeweihten vernichtet. Es zeigt den Grad der Verschwiegenheit , auch den engsten Familienmitgliedern gegenüber an. Zu solchen herausragenden schriftstellerischen Leistungen wären die meisten meiner Familienmitglieder auch nicht intellektuell in der Lage gewesen. Familie Krause bewegte sich auf einem anderen "Level", einem anderen Bildungsniveau.
Ein Brief, nämlich der von Walter Angst vom 29.12.1933 aus Zürich hat mich gefesselt und mich sehr nachdenklich gemacht. Glasklar, ohne Verbrämung, ohne pathetische Sülze! Es gab sie, die Menschen mit dem scharfen Blick für die Realitität. Vergeblich suchte ich nach weiteren Briefen von diesem Mann. Mit einigen Sätzen entlarvte er alles Scheinheilige und damit den ganzen Nationalsozialismus.
Persönlich bin ich der Überzeugung, dass alle Briefe mit der Massgabe geschrieben sind, so scheinen zu wollen, wie es einem Idealbild der Zeit entsprach. Alles wurde idealisiert und verbrämt, einer gigantischen Wagneroper gleich.
So zu sein, so zu denken, so zu sprechen wie ich es mit meinem Vater tat, wie ich mit verschiedenen Veteranen sprach, wäre undenkbar, ordinär und unvorstellbar gewesen.

Man schwebte gemeinsam auf einem tödlichen Olymp, als Abkömmling der Olympier in allerhöchsten Sphären, in einer Sprache, die eines Thomas Mann würdig gewesen wäre. Welche Abgründe tun sich in meiner Erinnerung mit Zeitgenossen auf, die auf unterster Ebene, in untersten Dienstgraden um ihr Leben, ihre Zukunft und ihr Überleben kämpften.

Einen wirklichen Zugang zu dieser hochintellektuellen Welt hatte ich nie und fand ich nie. Diese Welt wollte mich nicht und ich wiederum auch nicht sie. Mir erzählten die Soldaten andere, intimste Dinge, die ihnen alltäglich waren. Sex, Puffs in Frankreich, Alkoholgelage, Tripper , vollgeschissne Hosen, Blut, Gestank und verweste Körper... Neid, Missgunst, Verrat, Überleben, Karriere, und über allem: Die Götter, die Ehre, der Gehorsam, die Disziplin, die Offiziere! Der Geist und das Rückrat dieser Zeit.

Zur besseren Erklärung möchte ich meinen Vater zitieren, der im Stadtteil Maxfeld in Nürnberg aufwuchs. Er spielte manchmal in einer Seitenstrasse am Stadtpark, wo auch Familie Urschlechter wohnte. Wenn Andreas (der spätere Oberbürgermeister) mit ihnen spielte, dauerte es nicht lange und am Fenster erschien seine Mutter, immer hochgeschlossenes Kleid und rief zu ihrem Sohn hinunter: "Andreas! spiele nicht mit den Gassenjungen! Komm herauf!"

Die "Gassenjungen" das waren die anderen! Sie gingen nicht auf Oberschulen, Gymnasien, etc. Sie gingen mit vierzehn Jahren in die Lehre und blieben Arbeiter. Sie waren das Proletariat, wohnten in Hinterhöfen mit Plumpsklo, machten abends Heimarbeit und waren meist kinderreich. Gelang ihnen der Aufstieg in den Offiziersrang, so äfften sie umso eifriger die Lebensgewohnheiten der oberen Gesellschaftsschicht nach und meinten noch konsequenter, noch härter sein zu müssen, um dem neuen Anspruch gerecht zu werden.

Dieses Buch schließt eine wichtige Lücke für all diejenigen, welche immer noch ratlos und vollkommen irritiert ihren hochdekorierten Offiziersvätern, Großvätern hinterher starren und niemals eine Antwort fanden, wieso, weshalb, warum?

PiKra macht es vor. Er zeigt wie man als guter Christ auch massenhaftes Töten akzeptieren kann, ohne Schuldzuweisung, im festen Glauben, der Menschheit einen großen Dienst zu erweisen. Zwischen diesen Welten liegt die Wahrheit, das Schicksal der Menschen, ihre Schuld, ihr Unvermögen, ihr totales Versagen, eine friedliche Welt zu gestalten...

Sonntag, 28.8. - Mit Joachim Krause telefoniert, mit ging es auch um den beeindruckenden Brief von Walter Angst. Es ist mir ein Anliegen, mehr von diesem Mann zu erfahren.

Joachim Krause
Hauptstr. 46, 08393 Schönberg
Tel. 03764-3140, Fax 03764-796761
www.krause-schoenberg.de
krause.schoenberg@t-online.de

Mein neues Buch
„Fremde Eltern - Zeitgeschichte in Tagebüchern und Briefen 1933-1945“
(ISBN: 978-3-86729-177-4; 408 Seiten, Festumschlag, Ladenpreis 24,80 Euro)

Kann jetzt online bestellt werden:
A) beim Sax-Verlag: https://www.sax-verlag.de/shop/saxverlag/apply/viewdetail/id/429/
B) über AMAZON: https://www.amazon.de/Fremde-Eltern-Zeitgeschichte-Tageb%C3%BCchern-Briefen/dp/3867291772/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1469017414&sr=1-1&keywords=krause+fremde+eltern

Einen Text zur Einführung und Leseproben finden Sie HIER:
http://www.krause-schoenberg.de/sachinfos_MeineFremdenEltern.html

Dienstag, 19. April 2016

Frage 1 - Die letzten Fragen an unsere Offiziere...

Nachdem nur noch zwei Offiziere des Regiments mit Mailkontakt erreichbar sind, starte ich den Versuch, mit beiden Offizieren die letzten Originalberichte des Panzerregiment35 vor dem Vergessen zu bewahren und für die nachfolgenden Generationen zu konservieren.

19.4.2016 Ich stelle lediglich einmal eine Frage, ansonsten halte ich mich sehr zurück und überlasse es Ihnen, den Schriftwechsel, wie ein Tagebuch zu führen.
Es wird das erste und einzige Mal sein, dass sich zwei Offiziere nochmals schreiben und austauschen. Es kann kein zweites Mal geben, es wird einmalig bleiben.

19.4.2016 Sie beide kamen, wenn ich mich erinnere 1943 zum Regiment.
Zu verschiedenen Kompanien, die auch verstreut lagen.
Das ist egal. Der Kommandeur war zu dieser Zeit Major von Cossel und die betreffenden Offiziersstellungen haben wir in unserem Archiv.
Unser Hans Müller war als Kompanieführer und späterer Kompaniechef auch noch am Leben.
Ich würde vorschlagen, dass wir im Frühjahr 1943 beginnen, als das Regiment in Llgoff lag.
Die Stabskompanie noch in Karatscheff. - Jedenfalls beginnt unser Dialog im Raum Briansk - Orel...

Wie kamen Sie zum Panzerregiment 35?
19.4.2016 Olt. Werner Baeck
Quasi durch die Hintertür, nämlich über das Panzer-Artillerie-Regiment 103 der Division, und auch das nur, weil meine vorherige Einheit, der Panzer-Verband 700, aufgelöst wurde – eine Geschichte für sich...
Bei dieser Artillerie-Einheit wurde ich nur geparkt, weil das Panzerregiment 35 wohl gerade keinen Platz frei hatte. So bekam ich erste Begriffe der Artillerie beigebracht wie indirektes Richtverfahren, die Winkelbezeichnung für Geschützrohre, bei der die Waagerechte als “Libelle 300” bezeichnet wurde (zugleich Tarnbezeichnung für sich zur Ruhe begeben, sich waagerecht hinlegen). Warum waagerecht nicht bei 0 ist wie 0 ° Celsius anfing? Ist doch klar: Von einem hohen Standpunkt aus muss man ja auch nach unten richten können! Dabei hatte diese Kompanie gar keine Geschütze, sondern “Stuka zu Fuß”, 28 bis 32 cm dicke Bomben mit Raketenantrieb. Die befanden sich in einem Transportgestell, aus dem heraus sie auch abgefeuert wurden; daran war eine einfache Möglichkeit zum Einstellen eines bestimmten Höhenwinkels, für die Reichweite bis zum Ziel. Man zündete immer gleich 4 Stück nacheinander, und der zeitliche Abstand war so programmiert, dass beim Einschlag der ersten sich ja eine starke Druckwelle bildet, und wenn die wieder in sich zusammenfällt, erfolgt der zweite Einschlag mit wieder hoch gehender Druckwelle usw. So schaukelte sich der Druck bis Nummer vier so stark auf, dass keine Lunge das aushielt im Umkreis von x Metern. Einen praktischen scharfen Einsatz habe ich allerdings nicht miterlebt, doch es war eine Wissensbereicherung über das hinaus, was die Panzertruppe ohnehin schon für uns mit sich brachte.


Ende der Antwort auf Frage Nr. 1 - Mit besten Grüßen von Werner Baeck
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20.4.2016 Lt. Heinrich Schnappauf

Heinrich Schnappauf:
Beantwortung Frage 1 an Herrn Zeis und Herrn Baeck zur Kenntnisnahme
Ich habe mich nach meinem Kriegsabitur im April 1942 als fast 17-jähriger freiwillig zur Wehrmacht gemeldet. Als Freiwilliger hatte ich die Möglichkeit mir die Waffengattung selbst auszusuchen und den Arbeitsdienst nicht ableisten zu müssen. Ein Grund für meinen Entschluss zur Panzerwaffe zu gehen, war ein älterer Cousin, der 1937 zur Ableistung des Wehrdienstes in ein neu aufgestelltes Panzerregiment in Thüringen eingezogen worden war. Ich bin ihm als 13-jähriger 1938 während seines Urlaubs in seiner schwarzen Uniform mit Barett begegnet und war davon und seinen Erzählungen über die Ausbildung sehr beeindruckt.
Als ich meinem Vater 1942 , der den 1. Weltkrieg 1914-1918 als Unteroffizier in einem Bayrischen Infanterieregiment an der Westfront kämpfte, mitteilte, dass ich zu den " Panzern " gehen wolle, hat er mir aus seinen soldatischen Erfahrungen geraten, zur bespannten, schweren Artillerie zu gehen, da diese nicht so nahe an der Frontlinie war. Nach meiner Musterung bin ich am 1. Juni 1942 zum Panzerersatzregiment 35 in Bamberg einberufen worden. Nach der 6-wöchigen Grundausbilung wurde ich zur speziellen Ausbildung als Lade- und Richtschütze ausersehen. Die übrigen Leute
wurden zu Fahrern, Funkern und Werkstattspezialisten ausgebildet.
Mein Kompaniechef war Oberleutnant Natterer.
Als Ausbilder hatte ich Oberfeldwebel Busse, Feldwebel Weber und die Unteroffiziere Heller und Philip ( ein schikanöser Schleifer ).

Heinrich Schnappauf 20.04.2016
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19.4.2016
Noch während ich die ersten mails an die beiden Herren schrieb, erinnerte ich mich daran, dass Herr Schnappauf  sich während unseres Gespräches des Dr. Klaus Schiller erinnerte, der obwohl einarmig, Panzervernichter in Danzig war. Es existiert ein Fragebogen, den ein scheinbar befreundeter Abiturient ( Louis-Andrè Roulet) 2002 mit sehr interessanten Fragen von Dr. Klaus Schiller ausfüllen ließ. Da lag es am nächsten, den sehr bekannten und geschätzten, doch leider bereits verstorbenen Dr. Klaus Schiller mit den gleichen Fragen in die Runde mit einzubeziehen und der ganzen Runde eine interessante Fasson zu geben.
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19.4.2016 Lt. Heinrich Schnappauf
Lieber Herr Zeis,
ich finde Ihre Idee, dass Herr Baeck und ich uns zu Ereignissen unserer Panzerabteilung, die von Ihnen benannt werden, aus unserer damaligen Sicht etwas beitragen sollen, sehr gut geeignet ist, die Geschichte unserer Abteilung durch Aussagen von Zeitzeugen zu ergänzen. Herr Baeck kann wegen seiner längeren Zugehörigkeit zu unserer Einheit und die viel längere Zeit als Offizier sicher bedeutendere Aussagen als ich machen. Hoffentlich bleibt Herrn Baeck und mir noch die Zeit und unsere Erinnerngsfähigkeit zu diesem Vorhaben - Heinrich Schnappauf


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Ich beginne den ganzen Schriftwechsel mit der ersten Frage des Fragebogens an Dr. med. (Neuropsychiatrie) Klaus Schiller, 37081 Göttingen geb. Datum 2.3.1922

Frage 1 Sie sind einberufen worden? Wann und Wo?

24.6.2002 Dr. Klaus Schiller 
Abitur 1939 (humanist. Gymnasium) 1939 zum RAD (Reichsarbeitsdienst) in Grimma/Sachsen, von dort zur Brückenbewachung im Polenfeldzug eingesetzt; Lazarettaufenthalt ("Icterus catarrhalis"), November 1939 in die Heimat entlassen, Beginn des Medizinstudiums (4 Trimester) mit ärztlicher Vorprüfung März 1941




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19.4.2016 Olt. Werner Baeck

Guten Tag lieber Herr Zeis, Guten Tag lieber Herr Schnappauf, 
diese Idee ist gut, weil sie das Ziel bzw. den Sinn der Dokumentation in einer übersichtlichen Weise erfüllen kann. Dabei ist die Korrespondenz zwischen den beiden “Letzten” zwar ein interessanter Ansatz, bei den verschiedenen Kompanien, Abteilungen und damit Erlebnis-Bereichen aber wohl weniger füllend als Ihre 2. Idee, Fragen an uns Beide zu stellen. Die Antworten werden stark voneinander abweichen oder sich sehr ähnlich sein, und ich denke, das wird für die Leserschaft der interessantere Weg. Bitte schütten Sie uns aber nicht zu, sondern lassen Sie uns etwas Zeit zum Beantworten der Fragen; mit zunehmendem Alter lässt das Produktivitätstempo etwas nach, bei mir jedenfalls...Werner Baeck  - Das war mal die erste Antwort auf Ihre Idee...





Sonntag, 17. April 2016

Härte 10 - Die letzten Soldaten des Panzerregiment35


Die letzten Soldaten des 


Unser "Edi" Eduard Achatz ist einen Monat vor seinem 97. Geburtstag am 19. Mai 2016 verstorben. Er ist der letzte Veteran aus der Gruppe von Soldaten, welche mit H.D.v. Cossel über die Brücke in Stary Bychow (Edi als Fahrer von Lt. König (King) gefahren sind. Regimentskamerad Werner Baeck fand wunderbare Worte und die will ich hier wiedergeben: 
Liebe Familie Achatz, 
die Zahl der Veteranen schmilzt, und es ist immer ein herber Verlust für die Angehörigen, Abschied zu nehmen von einem Menschen, dem in seinem hohen Alter Pflege und Fürsorge gegolten haben und der nun eine Lücke hinterlässt, die man nicht schließen kann. 
Meine Zeit beim Panzer-Regiment 35 war jeweils immer nur kurz, dann landete ich wieder im Lazarett. Dadurch haben sich keine so engen Verbindungen zu Kameraden bilden können, an die ich mich auch noch 70 Jahre später erinnern könnte. Immer aber gehört jedem, der nun seinen letzten Weg begonnen hat, die volle Achtung für seine Lebensleistung. 
Und genau so gehört den Angehörigen mein volles Mitgefühl, auch wenn wir uns nie begegnet sind; denn der Verlust des Vaters bedarf des Trostes und erfordert Kraft, die ich Ihnen wünschen möchte.
In aufrichtigem Mitgefühl Ihr Werner Baeck
Eduard "Edi" Achatz *22. Juni 1919 - †19. Mai 2016
Die letzten Offiziere des Regimentes:
Lt. Heinrich Schnappauf 1/5. Kp.
Olt. Werner Baeck 2./6.Kp.

Ich frage mich heute öfters,
ob es einen Sinn hatte und hat und Grund gab und gibt, als Soldat für " Führer, Volk und Vaterland " zu sterben. Heute würde ich mich nicht mehr freiwillig melden.

   


Olt. Fritz Schneider als ROB im Staube der Rollbahn... 
"Wir haben alle Dreck am Stecken!" Am 31. August 2016 verstorben... Sein schriftlicher Nachlass muss erst noch bearbeitet werden...

Die letzten Feldwebel des Panzerregiment35



27.September 1920 - 1.Dezember 2016

Die Beerdigung findet am Mittwoch den 7. Dezember, um 12:45 auf dem Nürnberger Südfriedhof statt.







Die letzten Soldaten vom Panzerregiment35

OGefr. Robert Wern 4./8. Kp.